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Gedenkgottesdienst für die Unbedachten in der Marktkirche

Kirchen erinnern an Verstorbene, die ohne Trauerfeier bestattet wurden

(Essen, 12.03.2020) An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen und die Stadt Essen um 17 Uhr in der Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, einen Ökumenischen Gedenkgottesdienst für die „Unbedachten“ dieser Stadt. Die Andacht am 14. April leiten Gemeindereferent Johannes Nöhre und Pfarrer Klaus Pahlen von der Essener Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

Zu den „Unbedachten“ zählen in Essen in jedem Jahr rund 400 verstorbene Menschen, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes eingeäschert und anschließend ohne Trauerfeier auf einem Urnengrabfeld bestattet werden mussten – weil niemand da war, der für eine würdige Verabschiedung sorgen. In den Gedenkgottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch geschrieben, das in der Kirche ausliegt; für jeden Namen wird eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod erlischt“, erklärt die ACK Essen, die die monatlichen Erinnerungsfeiern in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen durchführt. Auch die FUNKE-Mediengruppe unterstützt diese Form des Gedenkens: Vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den beiden Essener Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ) sowie in den Wochenblättern des Stadtspiegels kostenlose Traueranzeigen, in denen die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind.

 

 

 

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