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Gottesdienst für die Unbedachten wird im Dom gefeiert

Gedenken an Verstorbene, die ohne Trauerfeier bestattet wurden

(Essen, 10.09.2020) An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen und die Stadt Essen einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die „Unbedachten“ dieser Stadt: Menschen, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes eingeäschert und anschließend ohne Trauerfeier auf einem Urnengrabfeld bestattet werden mussten – weil niemand da war, der für eine würdige Verabschiedung sorgen kann.

Da die Zahl der Gottesdienstbesucher in der Marktkirche wegen der Corona-Pandemie stark begrenzt ist, werden die kommenden Andachten in der Domkirche, An St. Quintin 3, gefeiert – das nächste Mal am Dienstag, 13. Oktober, um 17 Uhr. 65 Plätze stehen zur Verfügung, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die liturgische Leitung haben Gemeindereferentin Marlies Hennen-Nöhre und Pfarrerin Monika Elsner. In den Gedenkgottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch geschrieben, das in der Kirche ausliegt; für jeden Namen wird eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod erlischt“, erklärt die ACK Essen.

Außer Oberbürgermeister Thomas Kufen unterstützt auch die FUNKE-Mediengruppe diese Form des Gedenkens: Vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den beiden Essener Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ) kostenlose Traueranzeigen, in denen die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind.

 

 

 

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