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become visible

Was junge Menschen, die auf eine Hörhilfe angewiesen sind, zum Thema Schönheit sagen

„become visible – zeige dich und werde sichtbar“ lautet der Titel einer Ausstellung der Essener Jugendhilfe, die bis zum 24. April im Melanchthon-Gemeindezentrum der Evangelischen Erlöserkirchengemeinde Holsterhausen, Melanchthonstraße 3/Ecke Holsterhauser Platz, zu sehen ist. Die gezeigten Fotos, Texte und ein Videoclip geben individuelle Antworten auf die Frage, was Jugendliche und junge Erwachsene, die im Alltag auf eine Hörhilfe angewiesen sind, mit dem Thema „Schönheit“ verbinden.

Das Ausstellungsprojekt „become visible“ wurde von der Jugendhilfe Essen gGmbH gemeinsam mit der LVR-David-Ludwig-Bloch-Schule in Bedingrade, einer Schule mit den Förderschwerpunkten Hören und Kommunikation, konzipiert und realisiert. Viele der Schüler sind im Alltag auf eine Hörhilfe – zum Beispiel ein Hörgerät oder ein Cochlea-Implantat – angewiesen. Was verbinden sie mit dem Begriff „Schönheit“? Die Fotografien von Judith Büthe, Begleitinterviews und ein Musikvideo in Gebärdensprache ermöglichen den Betrachtern einfühlsame Einblicke in die Gefühlswelt, die Selbstwahrnehmung und das kulturelle Erleben der porträtierten jungen Menschen. Sie berichten von Erfahrungen der Diskriminierung und Gewalt im Alltag – und davon, wie wertvoll es sein kann, wenn Jugendliche mit und ohne Hörhilfe Gemeinsamkeiten entdecken und zusammen etwas gestalten. Neben der allgemeinen Sensibilisierung für diese besondere gesellschaftliche Thematik und der Förderung von Empathie gegenüber Menschen mit Hörhilfe sind die Steigerung der sozialen Kompetenzen und die Stärkung des Selbstbewusstseins wichtige Ziele des Projektes.

Die Ausstellung „become visible“ kann bis zum 24. April montags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 16 bis 18 Uhr sowie vor und nach den Gottesdiensten, sonntags um 11.15 Uhr, im Melanchthon-Gemeindezentrum besichtigt werden; der Eintritt ist frei.

Titelfoto: © Judith Büthe

 

 

 

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