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Frohnhausen: Holzskulpturen und Holzobjekte in der Notkirche

Kirchengemeinde zeigt Werke von Eva Schramm und Reiner Madena

(Essen, 10.03.2019) „Im Dialog“ heißt eine Ausstellung mit Holzskulpturen und Holzobjekten von Eva Schramm und Reiner Madena, die die Evangelische Kirchengemeinde Frohnhausen vom 10. März bis zum 24. April in ihrem Kunstraum Notkirche an der Mülheimer Straße 70 zeigt.

Eva Schramm

Für ihre Arbeiten verwendet Eva Schramm, Holzwerkerin aus Essen, überwiegend frische, einheimische Hölzer. „Ob Weide, Buche, Goldregen, Erle oder Pflaume: Ich weiß, aus welchem Garten oder Wald die Bäume stammen. Oft lasse ich mich von der Struktur und dem Wuchs der Hölzer bei der Gestaltung meiner Objekte leiten. Ich bin immer neugierig, was sich unter der Oberfläche verbirgt – das Holz weist mir den Schnitt und nur im Dialog mit dem Material können die Skulptur und damit auch die Kunst entstehen“, erläutert die Künstlerin ihren Schaffensprozess. „Manchmal habe ich aber auch eine konkrete Vorstellung und suche mir die Hölzer, die meiner Vorstellung entsprechen.“

Fast immer entstehen abstrakte Formen, seltener sind Objekte, die an menschliche oder tierische Gestalten erinnern. Durch die Oberflächenbearbeitung, durch Schmirgeln und Ölen werden der Farbton und die Maserung des Holzes hervorgehoben und betont. Auf diese Weise entstehen individuelle Stücke mit unterschiedlicher Größe und eigener Geschichte – jedes für sich ein Unikat.

Reiner Madena

„Auf den inneren Monolog folgt der Dialog – und daraus die harmonische Vollendung meiner Skulptur“, erklärt der Bildhauer Reiner Madena, der in Sievern in Norddeutschland lebt. „Am Anfang steht für mich die Idee für eine Skulptur. Dazu inspirieren mich meine Begeisterung für die Natur, die Liebe zu den Menschen und meine Beobachtungsgabe. Ich bearbeite am liebsten Holz, egal von welcher Art, denn es vermittelt mir das Gefühl – was eben kein anderes Material kann – es sei etwas natürlich Gewachsenes.“

Direkt zum Baum zu gehen, ihn zu fühlen, die Beschaffenheit zu spüren und ihn dann mit der Kettensäge, Beitel, Feile und Sandpapier in seinem Sinne zu bearbeiten, ist für ihn ein ganz besonderes Lebensgefühl – „eine Berufung“.

Öffnungszeiten und Kontakt

Die Ausstellung kann dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr, freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr, sonntags von 12 bis 13 Uhr sowie nach vorheriger Vereinbarung mit Werner Sonnenberg, Telefon 0201 740788, besichtigt werden. Dank einer Förderung durch die Allbau-Stiftung ist der Eintritt frei.

 

 

 

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