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50 Jahre Stonewall – Be Proud, Stay Free!

Gottesdienst zum Ruhr CSD 2019 in der Marktkirche

(Essen, 09.08.2019) "Die unter Tränen säen, mit Jubel werden sie ernten..." Von der großen Sehnsucht nach Befreiung, nach Überwindung von Diskriminierung und Ungerechtigkeit, aber auch davon, was unser Zusammenleben manchmal hart und unbarmherzig macht handelte der ökumenische „CSD-Gottesdienst für Lesben, Schwule, Bi, Trans & Freund*innen“, der Freitagabend in der Marktkirche gefeiert wurde. Veranstalter waren die Aids-Hilfe Essen e.V. und die Aidsberatung der cse ruhr gGmbH zusammen mit der Evangelischen, der Alt-Katholischen und der Römisch-Katholischen Kirche.

„Unser Gottesdienst versteht sich als ein offenes, christlich-spirituelles Angebot und ist ein Beitrag zum Ruhr CSD 2019, der am 9. und 10. August in der Essener Innenstadt stattfindet“, hieß es in der Einladung. "Eingeladen sind alle Menschen, die sich für gesellschaftliche Toleranz und den Respekt gegenüber der Vielfalt menschlicher Liebes- und Lebens-Beziehungen einsetzen." Thema der Feier war jenes historische Ereignis, das den Beginn der gesellschaftlichen Emanzipation queerer Menschen markiert: Vor 50 Jahren, am 28. Juni 1969, entbrannte rund um eine Schwulenbar an der Christopher Street in New York eine Straßenschlacht gegen Polizeiwillkür, die als „Stonewall Riots“ bekannt wurde. Heute erinnert der jährliche Christopher Street Day (in Essen: Ruhr CSD) an das damalige Geschehen.

Was können wir tun, damit der Weg, der vor 50 Jahren in Stonewall als zartes Pflänzchen begann, weitergeht? Was haben wir in den vergangenen Jahren erreicht? Wie können wir uns gegenseitig dabei unterstützen, Gewalt und Ausgrenzung zu überwinden? Was wurde seitdem erreicht? Was können wir tun, damit die Diskriminierung queerer Menschen endgültig überwunden wird? Mit diesen Fragen beschäftigten sich der römisch-katholische Priester Gerd Wittka, der alt-katholische Priester Christian Rütten und die evangelische Pfarrerin Anne Simon. Im Singen und Beten, im Schweigen und Reden, in der Aktion "Worauf ich stolz bin", im Segen und in der gemeinsamen Liturgie von wurde ein Stück jener Verheißung deutlich, die der eingang zitierte Psalm 126 so wunderbar ausdrückt. Mit "Somewhere over the rainbow" und poetischer Musik sorgten Alexander Grün (Klavier) und Ruben Bensch (Gesang) für echte Gänsehaut-Momente. Dankeschön auch dafür!

Im Anschluss traf man sich auf dem Kennedyplatz, wo noch bis in den späten Abend hinein das Warm-up-Karaoke für den Ruhr Christopher Street Day 2019 fortgesetzt wurde. Höhepunkt des Ruhr CSD sind auch in diesem Jahr wieder die Glück-auf-Parade durch die Essener City, die am Samstag, 10. August, um 13 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz startet, und das anschließende Straßenfest auf dem Kennedyplatz. Der genaue Ablauf mit allen Uhrzeiten und auch sämtliche Termine des Rahmenprogramms stehen im Internet (der Link steht ganz unten auf dieser Seite).

Unser Titelbild zeigt den alt-katholischen Priester Christian Rütten, die evangelische Pfarrerin Anne Simon aus unserer Kirchengemeinde Essen-Haarzopf und den römisch-katholischen Priester Gerd Wittka (v.li.n.re.). Foto: Kirchenkreis Essen/Stefan Koppelmann.

 

 

 

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