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Wenn die Seele aus dem Takt gerät

Schulreferat veranstaltet Themenwoche zur seelischen Gesundheit junger Menschen

Das Schulreferat der Evangelischen Kirche in Essen plant zum ersten Mal eine Themenwoche zur seelischen Gesundheit junger Menschen. Gemeinsam mit dem Verein Essener Kontakte e.V. und zahlreichen weiteren Kooperationspartnern bietet Schulreferent Dietmar Klinke vom 23. bis 27. September in der Essener Marktkirche mehrere Fortbildungen und Beratung für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter, Schulklassen und Eltern an. Auch eine Ausstellung und ein Theaterstück gehören zur Reihe.

„Aktuelle Studien zeigen, dass sich viele Heranwachsende in der Schule und privat überfordert fühlen. Gründe dafür sind unter anderem Leistungsdruck, Konkurrenz, Versagensängste, Mobbing und belastende familiäre Situationen“, erläutert Pfarrer Dietmar Klinke den Hintergrund der Themenwoche. „Wenn die Seele aus dem Takt gerät, brechen Jugendliche häufig die Schule ab; sie finden sich nicht ‚normal‘ und ziehen sich zurück. Auch Depressionen und, im schlimmsten Fall, die Entstehung von Selbstmordabsichten können die Folge sein.“ Die Themenwoche wolle Schüler und Eltern dazu ermutigen, mit einem Tabu zu brechen, den verständnisvollen und sensiblen Umgang mit Betroffenen in Schule und Familie fördern und dazu beitragen, die Kontakte von Lehrkräften zum breit gefächerten psychosozialen Netzwerk für Jugendliche in Essen auszubauen.

An jedem der fünf Veranstaltungstage können Lerngruppen mit Schülern aus den Sekundarstufen I und II in der Zeit von 8.15 bis 13 Uhr die Ausstellung „Verrückt? Na und?“ besichtigen, die der Verein „Irrsinnig Menschlich e.V.“ entwickelt hat, und dazu an einem pädagogischen Begleitprogramm teilnehmen. Nachmittags finden verschiedene thematische Fortbildungen für Lehrkräfte, Beratungslehrer und Schulsozialarbeiter statt. Zum Auftakt am Montag stellen sich zahlreiche Akteure aus Essen vor, die ein psychosoziales Netzwerk bilden: Vertreten sind u.a. die Schulberatung und das Gesundheitsamt, das Kompetenzteam Essen, die LVR Klinik, die Essener Liga gegen Depressionen, der Verein Essener Kontakte e.V., die Erziehungsberatungsstelle „FamilienRaum“, das Jugendnottelefon, eine Aufnahmeeinrichtung für Jugendliche und verschiedene Seelsorgebereiche der Evangelischen Kirche in Essen (Präsentationen und Infotische, 23. September, 14 bis 16 Uhr). Weitere Veranstaltungen beschäftigen sich mit Störungsbildern und Formen psychischer Auffälligkeit (Workshop, 24. September, 14 bis 16 Uhr) sowie der besonderen Form des „Cybermobbings“ (Vortrag, Mittwoch, 25. September, 14 bis 16 Uhr).

Ebenfalls geplant: Ein offener Elternabend, der ohne Anmeldung besucht werden kann. Eltern, die sich um ihre Kinder Sorgen machen, erhalten Informationen über Hilfeangebote, können aber auch bereits in der Marktkirche das vertrauliche Gespräch mit Fachleuten und Seelsorgern suchen (25. September, 19 bis 21 Uhr). Ein weiterer Höhepunkt ist die Veranstaltung „Wie geht’s“ für Schulklassen und Kurse ab Jahrgang 10: Schülerinnen und Schüler aus dem Theodor-Heuss-Gymnasium spielen ein selbsterarbeitetes Theaterstück über Angst und Vertrauen, zeigen eigene Kunstwerke zum Thema psychische Erkrankung und präsentieren dazu auch selbstverfasste Gedichte, Erfahrungstexte, Rap und Songs. Über die Frage, warum die Themenwoche so wichtig ist, haben wir mit einigen Mitwirkenden gesprochen:





Interessierte finden die komplette Ausschreibung und den Programmflyer als PDF unten auf dieser Seite. Anmeldungen und Rückfragen zur Themenwoche nimmt Schulreferent Dietmar Klinke unter Telefon 0201 2205-240, Mail schulreferat@evkirche-essen.de entgegen.

 

 

 

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