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Jeder Mensch hat einen Namen

Gedenkaktion vom Kirchentag kommt nach Essen

(Essen, 24.09.2019) Auf Einladung des Beirats für Flüchtlinge und Migration der Evangelischen Kirche in Essen, der lokalen Seebrücke-Gruppe, attac und ProAsyl Essen macht die Kirchentags-Aktion „Jeder Mensch hat einen Namen" vom 30. September bis zum 14. Oktober in Essen Station.

An der Marktkirche hängt ein großes Banner, das beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund unter Beteiligung zahlreicher Besucher entstanden ist und auf das anhaltende Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer hinweist. In der Kirche liegt ein weiteres großes Transparent, auf dem ebenfalls viele Namen ertrunkener Flüchtlinge stehen. Ein Kondolenzbuch lädt dazu ein, eigene Gedanken der Anteilnahme zu formulieren.

Der Auftakt zu dieser Gedenkaktion findet am Montag, 30. September, um 18 Uhr in der Marktkirche statt. Superintendentin Marion Greve wird die Haltung der Evangelischen Kirche in Deutschland und des Kirchenkreises Essen zur Tragödie der Flüchtlinge und zur europäischen Flüchtlingspolitik erläutern. In den folgenden Tagen sind weitere Aktivitäten von Gemeinden und Einrichtungen der beteiligten Organisationen geplant: „Mit Andachten, kurzen Kundgebungen und Musik werden wir an die Verstorbenen erinnern“, heißt es dazu. „Und wir wollen die Verantwortlichen in der Politik dazu auffordern, alles zu tun, damit dem Sterben im Mittelmeer Einhalt geboten wird.“

Ein Antrag an den Rat der Stadt Essen, der Aktion "Sicherer Hafen" beizutreten, wird zurzeit vorbereitet. Der Förderverein ProAsyl e.V. hat dazu als Argumentationshilfe die Broschüre „Europa braucht einen Plan“ herausgegeben, die hinter einem Link ganz unten auf dieser Seite als PDF zur Verfügung steht.

Folgende Termine in Zusammenhang mit der Aktion stehen bislang fest:

-- Montag, 30. September, 18 Uhr: Andacht in der Marktkirche zum Auftakt der Aktion
-- Dienstag, 1. Oktober, 20 Uhr: Filmvorführung „STYX“ im Glückauf-Kino, Rüttenscheider Straße; mit anschließendem Gespräch zwischen Maria Drenk von der Hilfsaktion Seewatch und Marion Greve, Superintendentin – der zweite Link unten auf dieser Seite führt zu einem Flyer über den Film.
-- Mittwoch, 2. Oktober, 18 Uhr: raumschiff.ruhr, Andacht und Gespräch in der Marktkirche
-- Freitag, 4. Oktober, 17 Uhr: Gottesdienst der Evangelischen Schwerhörigengemeinde Essen
-- Samstag, 5. Oktober, 16 Uhr: Vesper um Vier
-- Dienstag, 8. Oktober, Uhrzeit noch offen: Aktion der Jusos Essen
-- Mittwoch, 9. Oktober, 18 Uhr: raumschiff.ruhr, Andacht und Gespräch in der Marktkirche
-- Donnerstag, 10. Oktober, 16 Uhr: Flüchtlingsberater von Diakonie und Caritas (CSE) sind zu Besuch
-- Freitag, 11. Oktober, 15 Uhr: Eine Konfirmanden-Gruppe besucht die Marktkirche
-- Samstag, 12. Oktober, vormittags: Aufstehen gegen Rassismus besucht die Marktkirche
-- Samstag, 12. Oktober, 16 Uhr: Vesper um Vier
-- Sonntag, 13. Oktober, 18 Uhr: Gedenkkonzert des Euphrat-Rhein-Ensembles mit Musik für Ney, Oud, Saz, Bratsche und Percussion

Für Rückfragen, Ideen und Anregungen steht zur Verfügung:

Pfarrer i.R. Achim Gerhard-Kemper
Telefon 0201 351969 | Mail achim.gerhard-k@t-online.de.

HINTERGRUND: JEDER MENSCH HAT EINEN NAMEN

An der Gedenkaktion „Jeder Mensch hat einen Namen“ auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund (19. bis 23. Juni 2019) waren unter anderem beteiligt: Seebrücke Deutschland, Sea-Watch, Pro Asyl, Flüchtlingsrat NRW, Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW), Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), Evangelischer Kirchenkreis Dortmund, Moewe. Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen, Schauspiel Dortmund und DGB Dortmund.

Während der ersten drei Tage des Kirchentags haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Namen tausender Flüchtlinge, die bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ertrunken sind, auf zwei große Banner geschrieben. Die Banner wurden anschließend an den Turm der Reinoldikirche gehängt und wandern nun von Station zu Station – zum Gedenken an die Toten und als Mahnung, sich für die Wahrung der Menschenrechte und gegen das Sterben im Mittelmeer einzusetzen. Nicht alle Namen der Toten sind bekannt, manchmal nur das bloße Ereignis – ein Zeitpunkt oder die vermutliche Herkunft der Geflüchteten. Auch an sie, die unbekannten Opfer von Flucht und Vertreibung, soll mit dieser Aktion erinnert werden.

Foto: ekir.de

 

 

 

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