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Rüttenscheid: Eugen Bednarek schickt Engel ins Fahrradies

Essener Künstler stellt in der Reformationskirche aus

„Fahrradies. Kein Fahrradies. ...Engel auf Fahrrädern und anderswo“ lautet der Titel einer Ausstellung mit Arbeiten des Essener Künstlers Eugen Bednarek, die die Evangelische Kirchengemeinde Rüttenscheid bis zum 27. April in der Reformationskirche, Julienstraße 39, zeigt.

„Ich hatte zuerst diese komische, ein bisschen surreale Vorstellung von Engeln, die im Paradies Fahrrad fahren. Sie ist mir beim Fahrradfahren in den Sinn gekommen, eigentlich beim Rasten während einer Fahrradtour. Dann habe ich die Engel, wie immer, ein bisschen ‚vermenschlicht‘“, beschreibt Eugen Bednarek selbst die Entstehung des Themas. „Das Fahrradfahren wurde so zu einer Allegorie, einer Metapher für das menschliche Leben. Immer in Vorwärtsbewegung, mit Höhen und Tiefen, mit Freude aber auch mit Leid. Mit vielen peinlichen Pannen. Allein oder gemeinsam mit anderen. Und wenn gemeinsam mit anderen, dann entweder gemütlich, fröhlich, spaßorientiert oder in einem harten Wettstreit um Irgendetwas. Einige der Bilder aus dem Zyklus sind lebensfroh, die anderen dagegen ein bisschen düster – ich habe sie sogar in den Zyklus ‚Kein Fahrradies‘ verbannt. Es gibt auch welche, die dazwischen stehen. Die Bilder dieses Zyklus sollen, ähnlich wie die meiner übrigen Arbeiten, das Phänomen des Lebens, ein übereinstimmendes Bild der menschlichen Existenz, zum Ausdruck bringen.“

Der in Essen lebende Künstler Eugen Bednarek wurde 1960 in Königshütte (Oberschlesien) geboren. Sein Studium des Grafik-Designs an der Kunstakademie Krakau schloss er 1985 mit Auszeichnung ab. 1985 erhielt er ein Stipendium vom Kulturminister Polens. Seit 1985 arbeitet er als freischaffender Kunstmaler, Plakatkünstler, Fotograf, Entwickler von Kunstprojekten und Kunstlehrer. Er ist der Ideengeber und Leiter des soziokulturellen Projektes ZKE („Zusammen Kunst Erleben“) in Essen. Eugen Bednarek war Teilnehmer an zahlreichen Einzel-und Gruppenausstellungen und wirkte bei verschiedenen Theater-, Film- und Kunstprojekten mit. Seine Plakate sind in vielen internationalen Sammlungen vertreten – unter anderem im Postermuseum Lahti (Finnland), im Museum of Modern Art Toyama (Japan), im Plakatmuseum Warschau (Polen) und im Museé de la Publicité Paris (Frankreich).

Mit der Ausstellung in der Reformationskirche beginnt eine retrospektive Reihe, die den 60. Geburtstag des Künstlers würdigt. Die Haupteröffnung der Reihe findet am 16. Februar in der Zeche Königin Elisabeth statt.

 

 

 

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