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Nachrichten

Die Saat der Menschenverächter darf nicht aufgehen

Superintendentin Marion Greve reagiert auf die Gewalttat von Hanau

(Essen, 20.02.2020) Mit einer Fürbitte, die gleichzeitig ein Plädoyer für Mitmenschenlichkeit und Solidarität ist, hat Superintendentin Marion Greve auf das Verbrechen in Hanau reagiert:

"Diese mörderische Gewalt, die in Hanau so viele Menschenleben zerstört hat, macht mich fassungslos und überschattet meine Karnevals-Fröhlichkeit. Ich bete für die Opfer und denke an ihre Familien: Gott, stehe ihnen in ihrer Verzweiflung bei und gib, dass sie Trost und Frieden finden, irgendwann.

Für uns selbst bitten wir dich: Lass nicht zu, dass die Saat der Gewalttäter und Menschenverächter aufgeht und unsere Gesellschaft zerstört. Öffne allen Menschen die Augen: Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Verschwörungstheorien und rechtsextremer Fanatismus können jeden und jede von uns treffen, ob heute oder morgen. Gib allen Menschen guten Willens die nötige Kraft und den nötigen Mut, damit wir gemeinsam für Mitmenschlichkeit einstehen und die Menschenwürde verteidigen, auf allen Straßen und Plätzen und auch in unserer Nachbarschaft. Daran wollen wir täglich arbeiten. Amen."

Marion Greve
Superintendentin von Essen

 

 

 

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