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icon - Ein Selfie Gottes

Ökumenischer Jugendkreuzweg wird in Kupferdreh gezeigt

In partnerschaftlicher Verbundenheit zeigen die Evangelische Kirchengemeinde Kupferdreh und die Katholische Kirchengemeinde St. Mariä Geburt vom 22. Februar bis 12. April in ihren beiden Kirchen die berührenden Bilder des Ökumenischen Jugendkreuzwegs 2020.

Der diesjährige Jugendkreuzweg verbindet icons und Ikonen. Beide Worte sind zurückzuführen auf das altgriechische Wort „eikon“, das Ebenbild oder auch Gleichnis bedeuten kann. Ikonen sind gemalte Glaubensbekenntnisse, die durch die Verbindung mit Icons an Erfahrungen der eigenen Lebenswirklichkeit andocken. Die Bilder des Kreuzweges, die in der Gemeinde St. Hubertus in Dresden entstanden sind und durch den Künstler Alexander Stoljarov geschaffen wurden, erzählen in Gleichnissen vom Leiden, dem Tod und der Auferstehung Jesu und lassen so ein Bild von ihm entstehen. „Im Kreuzweg machen wir uns auf den Weg zur Freundschaft mit Jesus Christus, dem wahren Selfie Gottes – denn durch die Freundschaft mit Ihm werden uns Erlösung und Freiheit geschenkt“, erklärt der Ökumenische Arbeitskreis Kupferdreh, der die Ausstellung organisiert.

Der Ökumenische Jugendkreuzweg 2020 kann vor und nach Gottesdiensten, Konzerten und weiteren Veranstaltungen in der Katholischen Kirche St. Mariä Geburt, Dilldorfer Straße 34, und der Evangelischen Christuskirche, Dixbäume 87, besichtigt werden.

Stichwort: Ökumenischer Kreuzweg der Jugend

„Kreuzwege“ sind Stationen, die die Leidensgeschichte Jesu erzählen. Es gibt sie in vielfältiger Form: In katholischen Kirchen, in Parks, an Wallfahrtsstätten, in Räumen und im Freien, gemalt, geschnitzt, gemeißelt, in Fotos, in Bildtafeln, als Skulpturen… Mal mit sieben Stationen, mal mit vierzehn, mal mit klassischen Motiven und auch mal ganz anders, modern. Man betet oder betrachtet sie als Gruppe oder auch alleine, mal nach Textvorgaben.

Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend ist eine der ältesten ökumenischen Initiativen in Deutschland. 1958 wurde er als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR gegründet. Seit 1972 wird er ökumenisch begangen. Jährlich nehmen knapp 60.000
Menschen an der Jugendaktion teil.

Die sieben Stationen des Kreuzwegs laden dazu ein, sich dem Geschehen um Kreuzigung und Erlösung auf neue Weise zu nähern und dabei die Grenzen zu überschreiten, die Menschen voneinander trennen – ob konfessionelle, soziale, weltanschauliche oder persönliche. Herausgeber sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej), Hannover. Ein Redaktionsteam aus Mitgliedern der Träger wählt in jedem Jahr einen neuen Künstler für die Gestaltung aus und stellt die Materialien, Texte und Gebetsvorschläge zusammen.

Der Jugendkreuzweg will zeigen: „Was Jesus getan hat, hat Auswirkungen auf jede und jeden von uns – es ist aktuell und hat Bedeutung für unser Leben. Wenn man sich darauf einlässt, auf sein Leiden, es mit dem eigenen Leid und dem der Welt verknüpft, kann man erkennen, dass er da ist… und seine frohe Botschaft und erlösenden Worte auch heute noch gelten.“ Viele weitere Informationen stehen im Internet auf der Seite jugendkreuzweg-online.de.

 

 

 

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