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Wir müssen alles tun, um die Ansteckungsgefahr zu verringern

Marion Greve kommentiert die Empfehlungen der Landeskirche

(Essen, 13.03.2020) In einem Schreiben an die Kirchengemeinden, Dienste und Einrichtungen des Kirchenkreises Essen kommentiert Superintendentin Marion Greve die Handlungsempfehlungen, die die Evangelische Kirche im Rheinland am 12. März veröffentlich hat.

„Aus den Anfragen und Mitteilungen, die ich erhalten habe, wird deutlich, dass unsere Gemeinden, Dienste und Einrichtungen sehr verantwortungsvoll mit diesen Empfehlungen umgehen. Sicher kann und darf es von Gemeinde zu Gemeinde durchaus den einen oder anderen Unterschied in der Umsetzung geben. Sie können aber in jedem Fall sicher sein, dass der Kreissynodalvorstand und ich alle Maßnahmen, die die Presbyterien in Wahrnehmung dieser Verantwortung treffen, vorbehaltlos unterstützen“, erklärt Marion Greve in ihrem Brief. „Angesichts der anhaltenden dynamischen Ausbreitung des Corona-Virus müssen wir alles in unserer Macht Stehende tun, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern. Dabei sind weitreichende Entscheidungen zu treffen, die nicht immer leicht fallen. Sie bedeuten in der Konsequenz, dass das gewohnte Gemeindeleben für eine ganze Weile nahezu vollständig ruht.“

Wo Andachten und Gottesdienste am Sonntag stattfinden, bittet die Superintendentin darum, die von den Gemeinden getroffenen Maßnahmen zu erläutern und den Gemeindegliedern für ihr Verständnis zu danken, die Ängste und Sorgen der Menschen in den Fürbitten aufzugreifen und alle direkt Betroffenen – Menschen, die erkrankt oder im Ungewissen sind, Ärzte und Pfleger, Mitarbeitende in den Hilfsdiensten und Krisenstäben – in die Gebete einzuschließen.

„Ich hoffe sehr, dass die getroffenen Maßnahmen und Entscheidungen dazu beitragen, die Ausbreitung der Viruserkrankung Covid-19 zu verzögern, und bitte Gott um seinen Segen für unsere Entscheidungen und all unser Tun."

Am 12. März hatte die Evangelische Kirche im Rheinland alle Gemeinden, Einrichtungen und Dienste darum gebeten, nicht zwingend notwendige kirchliche Veranstaltungen zurückzustellen. Dazu zählten z.B. Chorproben, Konzerte, Tagungen/Konferenzen, Besprechungen wie auch Freizeiten und Reisen. Auch besondere Gottesdienste wie Taufen und Konfirmationen sollten verlegt werden, teilte die rheinische Kirche mit. Die Entscheidung darüber obliegt den einzelnen Presbyterien.

"Hintergrund aller Empfehlungen ist die Sorge um besonders gefährdete Personen, also ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Wir orientieren uns dabei an der Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts und dem Ziel der Gesundheitsbehörden, mit den Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung des Virus soweit wie möglich zu verlangsamen", erklärte der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Johann Weusmann. "Bei unseren Empfehlungen haben wir selbstverständlich im Blick, dass es derzeit nicht angemessen erscheint, das kirchliche und gottesdienstliche Leben zum Erliegen zu bringen. Gleichzeitig wissen wir, dass es fatal wäre, sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen zu ignorieren."

 

 

 

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