Logo Evangelische Kirche in Essen


Nachrichten

Herzliche Grüße und Friedenswünsche zum Ramadan

Superintendentin schreibt an die muslimischen Schwestern und Brüder

(Essen, 04.05.2020) In ihrem Grußwort an die muslimischen Schwestern und Brüder zum Fastenmonat Ramadan erinnert Superintendentin Marion Greve an viele gemeinsame Veranstaltungen und Zeichen der Verbundenheit und geht auch auf den Schmerz ein, den die Auswirkungen der Corona-Pandemie „für die Lebensäußerungen unserer Gemeinden bedeuten, insbesondere mit Blick auf das öffentliche Gebet und die Gottesdienste“.

FRIEDENSGRUSS ZUM RAMADAN 2020:

Liebe muslimische Schwestern und Brüder,
sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich des diesjährigen Fastenmonats Ramadan sendet Ihnen die Evangelische Kirche in Essen, in langjähriger Verbundenheit mit den Essener Moscheegemeinden, herzliche Grüße und Friedenswünsche.

Dankbar blicken wir zurück auf viele gute Veranstaltungen in der Vergangenheit wie die gemeinsamen Grußworte beim Nordrhein-Westfalen-Tag 2018 und bei „Essen Original“; sowie beim jährlichen Arche Noah-Fest auf dem Kennedyplatz und den vielfältigen Arche-Dialogen in den Stadtteilen. Getragen durch den Glauben, suchen wir gemeinsam der Stadt Bestes und setzen uns in vertrauensvoller Verbundenheit für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger ein.

In der aktuellen Situation eint uns besonders die Sorge um das Wohl und die Gesundheit unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen. Gemeinsam trauern wir um die Menschen, die mit Corona in Berührung kamen und ihr Leben verloren haben. Ihnen und Ihren Familien gilt unser tiefes Mitgefühl.
Schmerzlich erleben wir aber auch die Einschnitte in den Lebensäußerungen unserer Gemeinden, insbesondere mit Blick auf das öffentliche Gebet und die Gottesdienste. Wir können nachempfinden, wie schwer es in dieser Zeit der spirituellen Besinnung und körperlichen Disziplin ist nicht mit seinen Brüdern und Schwestern zusammen kommen zu können.

Umso mehr wünschen wir Ihnen, dass Sie in diesen Tagen Gottes Nähe im Glauben erfahren und dass Sie gestärkt werden in der Solidarität mit den Menschen, die wenig haben und ihr Leben in Armut und Hunger verbringen.

In der Hoffnung, dass wir bald wieder gemeinsam für Frieden und eine gute Zukunft aller Menschen in unserer Stadt eintreten können, wünschen wir Ihnen Gottes Schutz und Segen.

Marion Greve
Superintendentin

 

 

 

nach oben ▲