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Aktion Mensch unterstützt HelferTeam für Essen

Nachbarschaftshilfe wird intensiviert

(Essen, 13.05.2020) Die Aktion Mensch unterstützt das Engagement des HelferTeams für Essen bis zum Jahresende mit 50.000 Euro aus ihrem Aktionsprogramm „Corona-Soforthilfe“. Der Kirchenkreis Essen will die Fördermittel im Rahmen seiner Corona-Nachbarschaftshilfe vor allem einsetzen, um weitere Hilfsmaßnahmen in den Stadtteilen aufzubauen und zu koordinieren, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu schulen und auszurüsten und Menschen, die durch die Folgen der Corona-Pandemie in besondere Notlagen geraten sind, mit haltbaren Lebensmitteln und weiteren Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen.

Zum einen bietet das HelferTeam für Essen Einkaufshilfen für die Mitglieder sogenannter Risikogruppen und für Menschen an, die sich in Quarantäne befinden. Darunter sind Einzelpersonen und Familien, ältere Senioren und auch Menschen mit Behinderung. Über eine zentrale Anlaufstelle, die der Ehrenamtskoordinator des Kirchenkreises Essen, Michael Druen, unmittelbar nach Beginn der Corona-Beschränkungen aufgebaut hat, können Betroffene sehr kurzfristig an ehrenamtliche Helferinitiativen in den Stadtteilen vermittelt werden, die von Gemeinden, Jugendhäusern und anderen sozialen Einrichtungen aufgebaut wurden. Auf diese Weise erfahren sie eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung – diese Angebote sollen in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter ausgebaut werden. Die ehrenamtlichen Helfer werden zentral koordiniert, geschult und mit dem nötigen Desinfektionsmittel sowie Mund-Nase-Schutzmasken ausgestattet.

Der zweite Schwerpunkt, der sich aktuell abzeichnet, ist die Versorgung von „Bedürftigen“, die in finanzielle Notlagen geraten sind und sich in dieser unerwarteten Situation nicht selber mit ausreichenden Lebensmitteln versorgen können. Die Notlagen entstehen beispielsweise durch den Verlust der Erwerbstätigkeit, die aktuell eingeschränkten Angebote der Tafeln sowie den Wegfall kostenloser bzw. günstiger Mittagstischangebote in Jugendeinrichtungen. „Auch Menschen, die erkrankt sind oder einer Risikogruppe angehören und deshalb Hilfsangebote aus Angst vor einer Ansteckung nicht nutzen können, wenden sich zunehmend an uns“, berichtet Michael Druen. „Ein Teil der Fördermittel der Aktion Mensch trägt somit dazu bei, die entstandene Not ganz unmittelbar und direkt zu lindern.“ Bei der Versorgung mit Lebensmitteln setzt das HelferTeam für Essen auf sogenannte „Gabenzäune“, die durch Gemeinden und Jugendhäuser eingerichtet wurden, will dabei aber auch neue Wege zu den Bedürftigen, etwa über die Netzwerke von Kindertagesstätten, gehen.

REAKTIONEN

„Lieber Herr Druen, das sind alles großartige Ideen, die Sie haben und auch umsetzen!“ (Marion Greve, Superintendentin des Kirchenkreises Essen, auf Instagram).

„Das ist einfach nur super! Ein dickes Dankeschön für das Engagement des gesamten HelferTeams!“ (Heiner Mausehund, Assessor und stellv. Superintendent des Kirchenkreises Essen, auf Facebook).

„Das ist eine richtig starke Würdigung der guten Arbeit von Michael Druen und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Dadurch können wir in Not geratene Menschen noch besser mit Lebensmitteln unterstützen und unsere Gabenzäune bestücken.“ (Katja Wäller, Geschäftsführerin des Kirchenkreises Essen, auf Instagram).

Titelfoto (Symbolbild): epd-bild/Christian Ditsch für gemeindebrief.de

 

 

 

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