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Mehr als Pflege erfahren - auch in Zeiten von Corona

Diakoniestationen bieten telefonischen Besuchsdienst an

(Essen, 14.05.2020) Auch in Corona-Zeiten pflegen, beraten und unterstützen die acht Diakoniestationen und das Team Hauswirtschaft und Betreuung über 1.800 Kundinnen und Kunden in der Stadt. Die mehr als 400 Mitarbeitenden engagieren sich kompetent und zugewandt, wie das Beispiel Katernberg zeigt. Zusätzlich wird ein telefonischer Besuchsdienst angeboten.

„Soweit wie möglich sind die Kontakte zwischen den Beschäftigten der Diakoniestationen untereinander begrenzt, mit dem Ziel, die Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden vor gegenseitiger Ansteckung zu schützen“, beschreibt Michael Köhnen, Pflegedienstleiter der Diakoniestation in Katernberg, die Situation. „So starten die Touren für die Pflegekräfte jetzt zeitversetzt und die Mitarbeitenden der Verwaltung arbeiten abwechselnd im Homeoffice, so dass maximal eine Person pro Büro anwesend ist.“

Bereits seit einigen Wochen tragen die Mitarbeitenden zum Schutze der Kundinnen und Kunden bei jedem Einsatz zusätzlich zu den Handschuhen auch einen Mund-Nase-Schutz. Trotz allgemeiner Materialknappheit ist aktuell für Desinfektionsmittel und Schutzkleidung gesorgt, so dass auch im Infektionsfall alle Beteiligten geschützt sein können.

„Die Mitarbeitenden des Teams Hauswirtschaft und Betreuung können derzeit zwar weiterhin Hilfen bei der Haushaltsführung anbieten, aus Gründen des gegenseitigen Schutzes können wir aktuell allerdings keine Betreuungen im privaten Umfeld wie Gesellschaft leisten, Begleitungen zum Arzt oder zum Einkauf durchführen“, ergänzt der Pflegedienstleiter.

Die Diakoniestation Essen-Katernberg freut sich besonders auf den Tag, an dem die Kontaktsperren wieder aufgehoben sind und neue Pläne für einen Tag der offenen Tür der Station geschmiedet werden können. Bereits im vergangenen November sind die Mitarbeitenden der Diakoniestation Essen-Katernberg in ihre neuen, hellen Räumlichkeiten in der Gelsenkirchener Straße 289 gezogen, haben dort viel Platz, ausreichend Parkmöglichkeiten, auch für Fahrräder. In Kürze verfügen die Mitarbeitenden dort über drei Fahrzeuge, die ausschließlich elektrisch betrieben werden.

Die Versorgung und Unterstützung pflegebedürftiger Menschen in den eigenen vier Wänden so gut wie möglich aufrecht zu erhalten, ist gerade in Zeiten von Corona eine herausfordernde Aufgabe. In der aktuellen Situation umfasst das Angebot der Diakoniestationen aber nicht nur die Grund- und Behandlungspflege und die hauswirtschaftliche Unterstützung, sondern auch einen sogenannten telefonischen Besuchsdienst:

„Wir möchten unsere Kundinnen und Kunden für einige Minuten ihre Isolation vergessen lassen und ihnen mit einem Telefonat ein wenig Freude schenken“, erklärt Martina Pollert, Geschäftsführerin der Diakoniestationen Essen. „Viele ältere, von uns betreute, Personen haben derzeit wenig persönliche Ansprache und vermissen die Besuche ihrer Angehörigen, Ihrer Kinder oder Enkel, vielleicht aber auch die regelmäßigen Treffen mit anderen Gästen unserer Betreuungscafés oder des Tagesstübchens Pusteblume, die vor Ausbruch der Corona-Pandemie einen regelmäßigen Austausch mit anderen Personen sicherstellten.“

Interessierte Kundinnen und Kunden, die das Bedürfnis zum Plaudern haben, können sich bei ihrer Diakonistatione melden und werden dann zu vereinbarten Zeiten – wenn gewünscht regelmäßig – von den Mitarbeitenden angerufen. Martina Pollert: „Wir hoffen, mit diesem kostenfreien Angebot einer drohenden Vereinsamung entgegenzuwirken.“

Weitere Infos, Adressen und Ansprechpartner erhalten Interessierte unter Telefon 0201/877008-10 und auf der Homepage der Diakoniestationen.

 

 

 

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