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Großartiger Dienst für Bürgerinnen und Bürger in Not

Oberbürgermeister dankt der Telefonseelsorge Essen

(Essen, 30.05.2020) Oberbürgermeister Thomas Kufen hat gemeinsam mit Stadtdirektor Peter Renzel am Freitag (29.05.) die Telefonseelsorge Essen besucht. „116 Ehrenamtliche und vier hauptamtliche Kräfte leisten dort einen großartigen Dienst für Bürgerinnen und Bürger in Not“, erklärte Thomas Kufen.

Der Oberbürgermeister zeigte sich beeindruckt davon, wie viele Ehrenamtliche schon viele Jahre eine feste Anzahl an Stunden im Monat am Telefon verbringen und wie professionell und reflektiert sie mit den teils schwierigen Sachverhalten umgehen. Er sagte: "Es war mir wichtig, denen zuzuhören, die sonst den Anrufern mit ihren Sorgen und Nöten zuhören und den anwesenden Ehrenamtlichen stellvertretend meinen Dank auszusprechen. Sie leisten hier ein ganz besonderes Engagement, für das sie ganz bewusst keine Aufmerksamkeit schaffen, um die Anonymität und Verschwiegenheit für Betroffene zu wahren."

„Ich habe mich sehr gefreut, dass Oberbürgermeister Thomas Kufen und Stadtdirektor Peter Renzel am Freitag die Telefonseelsorge Essen besucht haben, um das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu würdigen“, berichtet Heiner Mausehund, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Essen und Vorsitzender des Kuratoriums der Telefonseelsorge Essen. Auch für diese segensreiche Einrichtung, die seit Januar unter einem ökumenischen Dach arbeitet, sei die Corona-Pandemie eine große Herausforderung: Zu Beginn der Krise stieg die Zahl der Anrufe um 45 Prozent, mittlerweile sind es immer noch 13 Prozent mehr als sonst.

„Nach der Begrüßung durch Caritasdirektor Prof. Dr. Björn Enno Hermans habe ich meine Freude über diesen Besuch ausgedrückt und der Telefonseelsorge für ihren besonderen Einsatz gedankt. Es folgte ein engagiertes Gespräch, an dem u.a. drei ehrenamtliche Telefonseelsorger und die Leiterin, Elisabeth Hartmann, teilnahmen. Unsere Gäste ließen sich ausführlich von der Arbeit berichten und waren sichtlich beeindruckt. In den Telefonaten, aber auch im Chat und per Mail erzählen vor allem jüngere Menschen in den letzten Wochen oft von ihrer Angst, sich selbst mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben. Viele ältere Menschen belastet das Kontaktverbot und die daraus resultierende Einsamkeit sehr.

Jährlich rufen rund 25.000 Menschen bei der Telefonseelsorge an, daraus ergeben sich rund 18.000 Seelsorge-Gespräche. In diesem Jahr werden es aber deutlich mehr sein. Caritasdirektor Björn Enno Hermans und ich freuen uns über die gute und qualifizierte Arbeit der Telefonseelsorge, die in einem zunehmend selbstverständlichen ökumenischen Geist unterwegs ist.“

Die Telefonseelsorge Essen wird gemeinsam vom Kirchenkreis Essen und dem Caritasverband für die Stadt Essen e.V. getragen. Telefonate mit der Telefonseelsorge sind immer anonym und werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entgegen genommen, die speziell geschult sind. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter den Rufnummer 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 erreichbar. Informationen über die Erreichbarkeit per Mail und Chat und die Möglichkeiten einer Mitarbeit stehen im Internet.

Titelbild von links: Oberbürgermeister Thomas Kufen, Telefonseelsorge-Leiterin Elisabeth Hartmann, Stadtdirektor Peter Renzel. Foto: Stadt Essen und Thomas Kufen auf Facebook.

 

 

 

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