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HelferGedecke fürs HelferTeam

Superintendentin dankt für Corona-Nachbarschaftshilfe

(Essen, 19.07.2020) In einem Schreiben hat Superintendentin Marion Greve allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktiv in der Corona-Nachbarschaftshilfe „HelferTeam für Essen“ engagiert haben, für ihren Einsatz gedankt. „Innerhalb weniger Tage haben Sie sich dazu bereiterklärt, Menschen zu unterstützen, die in Not sind und Hilfe benötigen“, heißt es darin. „Mit ihrem Einsatz haben Sie ein unverwechselbares Zeichen der Mitmenschlichkeit in unserer Stadt gesetzt und persönlich dazu beigetragen, dass viele Menschen diese schwierige Zeit besser durchstehen konnten.“

Durch ihre Bereitschaft zur Hilfe und ihr Engagement hätten die Mitglieder der Corona-Nachbarschaftshilfe, die kurzfristig nach dem akuten Ausbruch der Pandemie von der Evangelischen Kirche in Essen gegründet wurde, gleichzeitig auch den Zusammenhalt in der Stadt gestärkt, erklärte die oberste Repräsentantin des Kirchenkreises weiter. Aus ihrer christlichen Sicht sei diese Form der Unterstützung zudem der sichtbare Ausdruck „einer Gemeinschaft, die sich von Gottes Liebe zu den Menschen begeistern lässt“ und helfend tätig werde. „Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Engagement im HelferTeam auch Sie selbst bereichert hat.“

Als Zeichen der Anerkennung plane die Evangelische Kirche in Essen zu gegebener Zeit ein Dankeschön-Fest für alle aktiven Helferinnen und Helfer, schreibt Marion Greve. Über eine kleine Geste durften sich die Empfänger ihres Briefes aber jetzt schon freuen: Jedem Umschlag lag ein Gutschein für ein „HelferGedeck“ bei, das zum kostenlosen Verzehr von einem Getränk und einem Stück Kuchen im Diakonie-Restaurant Church berechtigt.

Hintergrund: HelferTeam für Essen

Das „HelferTeam für Essen“ war auf Initiative von Michael Druen, dem Ehrenamtskoordinator des Kirchenkreises, am 14. März – kurz nach dem akuten Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland – quasi über Nacht ins Leben gerufen worden, um das nachbarschaftliche Engagement zu stärken. Auf einen entsprechenden Aufruf in den Sozialen Medien hin traten schon an den ersten beiden Tagen über hundert Bürgerinnen und Bürger einer zu diesem Zweck neu gegründeten Facebook-Gruppe bei, so dass von Anfang an positiv auf Hilfsanfragen reagiert werden konnte. Von den aktuell über 500 registrierten Mitgliedern hat bis heute etwa die Hälfte aktiv und zum allergrößten Teil ehrenamtlich verschiedene Hilfeleistungen erbracht: Vor allem Hilfen beim Einkauf für Menschen aus sogenannten Risikogruppen – zum Beispiel mit Vorerkrankungen, Behinderungen oder altersbedingten Beeinträchtigungen; Besorgungen für die Bewohner von Altenpflegeheimen und inklusiven Wohngemeinschaften; Mitwirkung beim Aufbau mehrerer sogenannter „Gabenzäune“ für Menschen, die durch die getroffenen Maßnahmen zur Verhinderung massenhafter Infektionen in große Not geraten sind, ihre Arbeit und dadurch auch ihr Einkommen verloren haben.

Mithilfe von Kirchengemeinden und Jugendhäusern entstanden in mehreren Essener Stadtteilen schnell eigene kleine Unterstützergruppen, die Nachbarschaftshilfe leisteten. Sie alle wurden durch die zentrale Koordinierungsstelle im Haus der Evangelischen Kirche fachlich beraten und auch materiell unterstützt – zum Beispiel durch die Belieferung mit Mund-Nase-Schutzmasken und Desinfektionsmitteln. Ein weiterer Vorteil: Bitten um Hilfe konnten häufig zentral entgegengenommen und an die Standorte in den Stadteilen weitergegeben werden. Das Familienunternehmen Bäcker Peter half mit einer Spendeninitiative; auch die bundesweit tätige Aktion Mensch sagte Fördermittel zu. Heute gilt das „HelferTeam für Essen“ deshalb auch als gutes Beispiel dafür, wie tragfähig und nützlich kirchliche Strukturen in Krisensituationen sind, wie schnell sich eine überwiegend ehrenamtlich getragene, verlässliche Nachbarschaftshilfe dank guter Koordination und Begleitung aufbauen lässt und auf welche Weise eine gute Vernetzung ehren- und hauptamtlichen Engagements erreicht werden kann.

 

 

 

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