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Jetzt ist Schluss!

Präses Manfred Rekowski zur Brandkatastrophe auf Lesbos

„Die Bilder von den Schutzsuchenden Frauen, Männern und Kindern im brennenden Flüchtlingslager von Moria machen mich wütend. Wir haben sie in den Nachrichten gesehen. Jetzt ist Schluss. Jetzt ist Zeit zu handeln. Jetzt!“ Angesichts der Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fordert Präses Manfred Rekowski die Europäische Union zu einem sofortigen Kurswechsel ihrer Politik auf. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer müsse endlich seine Blockadehaltung aufgeben, so der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Morgenandacht, die am Donnerstag in vier Programmen des WDR-Hörfunks ausgestrahlt wurde.

Es gibt Länder, die Schutzsuchende aufnehmen wollen und können

Seit Jahren schaue die Öffentlichkeit auf das Elend in den Lagern wie zum Beispiel Moria, wo mehr als 12.000 Schutzsuchende seit Jahren unter unmenschlichen Verhältnissen leben müssen, aber es ändere sich nichts. „Dabei gibt es europäische Länder, die die schutzsuchenden Menschen aufnehmen wollen und können“, so Rekowski, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist: „Wir bitten die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, umgehend eine europäische Lösung für die Verteilung der Schutzsuchenden auf aufnahmebereite Länder zu finden. Wir erwarten vom Bundesminister des Innern, sich den Angeboten von Bundesländern und Kommunen, Geflüchtete aus den griechischen Lagern aufzunehmen, nicht länger zu widersetzen. Unsere Unterstützung sagen wir zu.“

Jesus Christus weist den Weg

In seiner Morgenandacht erinnerte Präses Rekowski an Jesus Christus, dessen wegweisende Worte in der Bibel überliefert sind: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ In diesem Sinne müsse jetzt endlich gehandelt werden, sagt Manfred Rekowski und macht deutlich, dass es hier nicht darum gehe, als Kirche Politik zu machen, sondern in Gottes Sinne und Auftrag für Menschen in Not einzutreten: „Wir sind Lobbyisten der Menschlichkeit. Eine Menschheitsfamilie.“ Die Morgenandacht mit Präses Manfred Rekowski kann im Internet auf der Seite www.kirche-im-wdr.de nachgehört werden.

 

 

 

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