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Orte der Erinnerung

Fotoausstellung von Olaf Eybe gegen menschenverachtende Ideologien

Erinnerungen können wehtun. Manchmal müssen sie es sogar: Wenn es um grausamen Massenmord geht, um menschenverachtende Ideologien, um die Vernichtung von Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen oder Andersdenkenden. Seit seiner Jungend beschäftigt sich Olaf Eybe – Fotograf, Autor und Presbyter in der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Überruhr – mit dem Thema Erinnerungskultur. In der Steeler Kirche St. Laurentius, Laurentiusweg 18, präsentiert er vom 18. September bis zum 9. Oktober die Ausstellung „Orte der Erinnerung“ mit Fotografien aus dem Vernichtungslager Auschwitz und aus Babyn Jar, wo eine der größten Massenerschießungen während des Zweiten Weltkriegs stattfand.

Mit seiner Kamera ist Olaf Eybe ganz nah herangegangen an Motive, die beklemmend wirken: Kleine und große Fußabdrücke im Sand am Denkmal von Babyn Jar, jenem Sammelpunkt, wo Tausende Menschen, auch Kinder, auf einen grausamen Tod warteten. Eine schneebedeckte Weiche vor der Endstation Auschwitz/Birkenau. Ein Guckloch in der Tür einer Dunkelzelle im Todesblock von Auschwitz. Aber auch: Eine leere Alcopop-Flasche mit dem Aufdruck „One Hit, One Shot“, Überbleibsel einer wilden Party auf dem heutigen Gelände von Babyn Jar. Groteske Widersprüche – sie gehören für Olaf Eybe zur Erinnerung dazu. Großformatig auf Roll-Ups gedruckt, entfalten die Motive eine beklemmende und berührende Wirkung.

VERNISSAGE AM 18. SEPTEMBER IN DER KIRCHE ST. LAURENTIUS

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 18. September, um 19.30 Uhr mit einer Vernissage, Vorträgen und Musik in der Kirche St. Laurentius. Olaf Eybe ist anwesend und erläutert seine Fotos.Präsentiert wird die Ausstellung vom RAA Verein NRW e.V. in Kooperation mit dem Arche Noah Projekt. Der Eintritt ist frei. Es gelten die üblichen Coronaschutzregeln.

WORKSHOP-ANGEBOT ZUR AUSSTELLUNG FÜR SCHULKLASSEN

Begleitend zur Ausstellung von Olaf Eybe lädt die Arche Noah Schulklassen ein, an einem Workshop mit dem Essener Schauspieler und Pädagogen Carsten Keller teilzunehmen. Das Angebot richtet sich vor allem an die Jahrgangsstufen 8 und 9 und passt zum diesjährigen Thema der Arche Noah: „Mut zeigen – Zusammenhalt erfahren“.

Was ist Mut, was ist Angst? Woher kommen diese Gefühle, wie kann ich sie zeigen – und wann ist es wichtig, Mut zu zeigen und Ängste zu überwinden? Mit solchen Fragen beschäftigen sich die Schüler in dem Workshop auf künstlerische Weise. Mit Improvisationen, Dialogen und kleinen Szenen nähern sie sich so den Themen Ausgrenzung und Zusammenhalt. Darüber hinaus haben sie die Chance, positive Erfahrungen in der Gruppe zu sammeln, Sozialkompetenz und Teamfähigkeit zu entwickeln.

Der Workshop kann in zwei oder vier Unterrichtsstunden stattfinden, zum Abschluss ist eine Präsentation vorgesehen. Die aktuellen Regeln der Coronaschutz-Verordnung werden selbstverständlich eingehalten.

Kontakt für Buchungen und Rückfragen: Carsten Keller, Telefon 0201 84677011, Tuncer Kalayci, Kommunales Integrationszentrum der Stadt Essen, Telefon 0201 8888478.

Info zum Arche Noah-Projekt: Die Arche Noah Essen steht für das friedliche und respektvolle Zusammenleben aller Religionen in der Stadt. Sie ist ein Projekt des Initiativkreises Religionen in Essen (IRE) und der Stadt Essen, vertreten durch das Kommunale Integrationszentrum (KI). Internet: www.archenoah-essen.de.

 

 

 

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