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Kindertraumwelten

Ausstellung in Frohnhausen zeigt Wünsche und Ängste von Kindern

„Kindertraumwelten“ zeigt eine Ausstellung, die von Kindern aus dem Familienzentrum am Postreitweg des Diakoniewerks Essen anlässlich des diesjährigen Weltkindertags gestaltet wurde und vom 9. bis 23. Oktober im Kunstraum Notkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Frohnhausen, Mülheimer Straße 70, zu sehen ist. Besichtigungen sind während der Öffnungszeiten des Café Forums, dienstags bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr, freitags und samstags von 10 bis 13 Uhr möglich.

Der diesjährige Weltkindertag stand unter der Überschrift „Kinder haben Rechte! ...auf ein Leben in einer intakten Umwelt“. Aber wie sieht sie aus, die Welt, in der unsere Kinder leben? Und wie würden die Kinder sich die Welt wünschen, wovon träumen sie? Die beteiligten Kinder aus dem Familienzentrum haben sich dazu ihre Gedanken gemacht und sie anschließend künstlerisch umgesetzt. „Der Sommer ist zu heiß, man bekommt schnell einen Sonnenbrand!“ – „Den Bäumen geht’s nicht gut, die Blätter fallen viel zu früh ab.“ – "Vögel fressen Würmer. Manchmal denken sie, Plastikteile sehen aus wie ein Wurm. Wenn sie diese fressen, sterben sie!“ lauteten einige der Aussagen, die Martina Sonnenberg, Leiterin des Familienzentrums, gesammelt und aufgezeichnet hat.

Wie sehen demgegenüber die „Traumwelten“ von Kindern aus? Allein oder zu zweit, mit Naturmaterialien, auf großen Baumscheiben oder auf Glas wurden die Wünsche und Ideen in der Kunstwerkstatt des Familienzentrums kreativ in Szene gesetzt. Entstanden sind Motive, die berühren: Frida hat ein Zuhause für Menschen in der Natur gestaltet. Hier sollen sie sich wohl fühlen. Davids und Dijars Baumscheibe ist eine Regenbogeninsel. Hier wohnen sie mit vielen anderen Kindern. Sie können schwimmen, surfen und den ganzen Tag einfach nur spielen. Lielle baut eine Spielplatz-Welt zum Klettern und Verstecken. Es sind fröhliche Kinder, die hier spielen. In Senas Traumwelt sind Füchse und Bären Freunde. Allen Tieren geht es gut, weil sie sauberes Wasser zum Trinken haben. Daniel liebt Eichhörnchen. Er beobachtet sie täglich auf dem Gelände der Kita.

„Das sind Geschichten unserer Welt, wie wir sie gerne hätten“, sagen die Kinder. Andere Werke spiegeln aktuelle Meldungen aus den Medien wider und zeigen, was Kinder derzeit besonders bewegt und auch ängstigt: Mattis und Samir zeichneten ein Feuerwehrland. „Es ist schlecht für Wälder, wenn sie brennen. Viele Tiere sterben dann, die die Umwelt eigentlich braucht“, erzählen sie. Anna Marias und Lenis Baumscheibe zeigt einen Garten voller Hasen und Katzen. Leider fallen vorzeitig die Blätter von den Bäumen, weil häufig ein Sturm aufkommt.

Die Bewahrung der Schöpfung ist seit vielen Jahren ein zentrales Thema in der Kindertagesstätte. „Wir säen, pflanzen und ernten Produkte aus unserem Garten. Ein Bio-Bauer und ein Bio-Caterer beliefern uns mit Obst, Gemüse und saisonalen Lebensmitteln aus nachhaltigem Anbau. Die Kinder sind damit vertraut, gesund und vegetarisch zu essen, Wasser und Tees zu trinken, sich viel zu bewegen und auf Mülltrennung zu achten. Sie wissen um den Klimawandel, der die Erderwärmung verursacht und dem Müll in unseren Meeren, der vielen Tieren das Leben kostet“, berichtet Martina Sonnenberg. Seit März 2019 ist die Einrichtung eine zertifizierte „Faire KITA“.

Foto: Diakoniewerk Essen.

 

 

 

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